Dekanat Rheingau-Taunus

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Idsteiner Land

Neue gegründete Hospizstiftung Idsteiner Land präsentiert Pläne für den Bau eines stationären Hospizes

(c) DekanatEntwurfszeichnung des Hospizes Idsteiner Land. einstöckiger Bau mit Flachdach.Entwurf des Hospizes Idsteiner Land

Bis zuletzt leben und in Würde und Frieden sterben – darum geht es in der palliativen Versorgung Schwerstkranker und Sterbender. Nicht wenige Sterbende müssen in ein stationäres Hospiz verlegt werden – und es ist auf dem Land immer wieder nicht einfach, einen Platz zu bekommen. Aus der der Hospizbewegung heraus wurde jetzt die „Hospizstiftung Idsteiner Land“ gegründet, deren Ziel der Bau eines stationären Hospizes in Idstein ist. Erste Pläne liegen jetzt vor.

(c) DekanatEs braucht viele Hände für den Bau des Hospizes IdsteinEs braucht viele Hände für den Bau des Hospizes Idstein

 Bis zuletzt leben und in Würde und Frieden sterben – darum geht es in der palliativen Versorgung Schwerstkranker und Sterbender. Der Verein Hospizbewegung im Idsteiner Land e.V. handelt nach genau dieser Maxime seit über 20 Jahren. Die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen dieses Vereins haben ein großes tragendes Netzwerk geschaffen, dessen Fokus die Versorgung und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie ihrer Angehörigen vor Ort im Idsteiner Land ist. Im Rahmen ihres Engagements ist die Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Zentrum für ambulante Palliativversorgung (ZAPV) entstanden, die ermöglicht, dass im Idsteiner Land seit über zehn Jahren „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) in Trägerschaft des Vereins geleistet werden kann. Für unzählige sterbende Menschen in der Region heißt das, dass sie in ihren letzten Lebenswochen und -monaten daheim in der gewohnten Umgebung bleiben können und doch aufs Beste medizinisch versorgt sind. Auch für die pflegenden Angehörigen ist die Aufnahme in die SAPV eine große Erleichterung. Denn die Palliativfachkräfte des Vereins sind über ein verlässliches Dienstplansystem 24 Stunden täglich erreichbar und einsatzbereit.

Bislang nur ein Hospiz im Kreis

Doch die ambulante Palliativversorgung reicht am Ende mitunter nicht aus. Nicht wenige Sterbende müssen in ein stationäres Hospiz verlegt werden – und es ist auf dem Land immer wieder nicht einfach, einen Platz zu bekommen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung wurde 2019 aus dem Verein Hospizbewegung heraus die „Hospizstiftung Idsteiner Land“ (als Unterstiftung der Diakoniestiftung Frankfurt) gegründet, deren Ziel der Bau eines stationären Hospizes in Idstein ist. Denn im Rheingau-Taunus-Kreis gibt es nur ein Hospiz in Bleidenstadt, die anderen erreichbaren Hospize im Hochtaunuskreis oder in Wiesbaden haben oftmals keine freien Kapazitäten.

Grundstück ist gefunden

Der Ausbruch der Corona-Pandemie kurz nach Stiftungsgründung lähmte den Start in die Stiftungsarbeit. Doch seit Sommer 2021 ist der Stiftungsbeirat dabei, das Projekt zu konkretisieren, Mitstreiter zu finden und mit Aktionen an die Öffentlichkeit zu gehen. „Wir bauen ein Hospiz“ wählten die ehrenamtlich Tätigen unter dem Vorsitz der Idsteinerin Dr. Doris Ahlers als Überschrift für ihr Engagement, mit dem sie vor allem Spenden und Zustiftungen einwerben möchten. Und sie sind seitdem ein großes Stück vorangekommen: Die Stadt Idstein hat der Stiftung ein Grundstück im in der Ludwigstraße im Nassauviertel zugesagt, das im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages sozusagen kostenlos in den Besitz der Stiftung übergehen, und auf dem das Hospiz gebaut werden kann. Das Architekturbüro Gerhard Guckes und Partner aus Idstein hat (kostenfrei) eine Konzeption und konkrete Baupläne erarbeitet, wie das Haus aussehen soll: Zehn Patientenzimmer plus zwei Gästezimmer (für Angehörige) soll das Hospiz umfassen, dazu die entsprechenden Gemeinschafts- und Versorgungsräume sowie Küche und Personalräume. Jedes Zimmer erhält eine Terrasse oder einen Balkon und das Dachgeschoss des Hauses soll eine Dachterrasse umfassen, die auch über einen Bettenaufzug erreichbar sein wird. Weitere unentgeltliche Unterstützung wurde schon vom Baugrundunternehmen, vom Statiker und anderen am Bau Beteiligten zugesagt.

Eine große Hürde hat die Stiftung nach monatelangen Verhandlungen Anfang Oktober genommen: Sie konnte als unabhängige Stiftung neu gegründet werden, nachdem deutlich geworden war, dass der Status der Unterstiftung in der Diakoniestiftung zu wenig Beinfreiheit lassen würde für die Arbeit. Das bedeutet, dass auch ein neuer Vorstand sowie ein neuer Beirat bestimmt wurden.

Kosten: rund 5 Millionen Euro

Mit Kosten von rund fünf Millionen Euro wird das Projekt derzeit kalkuliert. Klar, dass es da viele kleine und große Geldgeber aus dem Idsteiner Land braucht – auch ein Investor wäre erwünscht, der den Bau realisiert. Und für den Betrieb des Hospizes wird ein professioneller Betreiber gesucht. Sowohl mit einem Investor als auch mit einem Betreiber ist der designierte Vorstand in Verhandlungen. Dennoch wird der Betrieb des Hospizes stets auch auf Spenden angewiesen sein, weshalb die Stiftung sich an alle Bürger des Idsteiner Landes wendet und um Unterstützung wirbt. „Soziale Nachhaltigkeit“ – darum gehe es, sagt Dr. Doris Ahlers, die designierte Vorsitzende der Stiftung. „Wir müssen es selbst in die Hand nehmen, die Vorkehrungen zu treffen, um den letzten Lebensabschnitt in Würde und mit größtmöglicher Lebensqualität gehen zu können“, ist sie überzeugt davon, dass sich das Projekt in den kommenden Jahren verwirklichen lässt. Sein Titel „Wir bauen ein Hospiz“ ist dabei Programm.

 

Kontakt zur „Hospizstiftung Idsteiner Land“ über www.hospizbewegung-idstein.de. Die Kontonummer der Hospizstiftung lautet: DE47 5109 0000 0005 2328 05. Das Stichwort für eine Spende für das große Bauprojekt lautet „Hospizbau“.

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