Dekanat Rheingau-Taunus

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Dekanatskonfitag thematisiert Gottvertrauen, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit

„Wenn jeder nur das nimmt, was er braucht, ist genug für alle da.“

(c) DekanatWarm-Up beim Konfitag. Zu sehen ist die Aula einer Schule. Ganz viele Jugendliche schauen auf die Bühne wo andere Jugendliche einen Tanz zur Musik vorführen und die andrern Jugendlichen dann mitmachen und die Hände nach oben bewegen.Warm-Up beim Konfitag

Der Dekanatskonfitag des Dekanats Rheingau-Taunus hat eindrücklich gezeigt, worüber Jugendliche selbstkritisch nachdenken, dass ihnen Gemeinschaft wichtig ist und dass der Glaube an Gott durchaus „am Puls der Zeit“ ist.

Das Motto „Am Puls der Zeit“, hatten Jugendliche im Dekanat auf einer Vollversammlung für den Konfitag ausgewählt. Mit einem sehr lebendigen Warm-up brachte Dekanatsjugendreferentin Britta Nicolay mit ihrem Team gleich zu Beginn die 160 Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Puls in Bewegung. Musikalisch begleitet wurde der Konfitag von der erst im Frühjahr gegründeten Dekanatsjugendband, unter der Leitung von Dekanatskantor Thomas Wächter und Britta Nicolay.

Den anschließenden Jugendgottesdienst hatte der junge Vorstand der Evangelischen Jugend im Dekanat (EJVD) „komplett eigenständig“ vorbereitet. Die Idee, die Textauswahl, alle Gebete und Dialoge. Ausgangspunkt des Gottesdienstes war die Geschichte des Volkes Israel, das von Mose aus der Sklaverei aus Ägypten geführt wird, um ein neues Leben zu beginnen. Auf dem Weg beschwert sich das Volk bei Mose, dass es nicht genug zu essen habe. Daraufhin sorgt Gott dafür, dass sie Wasser und Brot (Manna, eine süßliche Speise im Orient) zur Genüge haben.

„Wir sind perfekt, so wie wir sind“

Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren ging dann im Anspiel der Frage nach, welche Eigenschaften Gott habe. Jakob betonte, dass es ihm sehr wichtig sei zu wissen, „das Gott die Wege in unserem Leben mitgeht.“ Gott unterstütze einem bei Entscheidungen, die man treffe und gebe einem Kraft diese umzusetzen, so seine Erfahrung.

„Indem wir Gott vertrauen, können wir auch uns selbst vertrauen und daran glauben, dass wir unser Leben genau richtig führen“, so Jacqueline. „Jeder Menschen ist perfekt, so wie er ist“, brachte sie es auf den Punkt.

Ob solche alten Geschichten heute noch „am Puls der Zeit wären“, war die andere Frage, die Ole von der EJVD den beiden stellte. Für Jakob habe die Geschichte mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun. „Wenn in unserer Welt, wie in der biblischen Geschichte, jeder nur das nehmen würde, was er oder sie selbst wirklich braucht, dann müsste keine Menschen mehr Hunger leiden.“

Für Jacqueline war es dagegen eher eine Frage der Gerechtigkeit, da es ganz klar sei, dass jeder eben nicht nur das nehme, was er brauche. Selbst wenn dem so wäre, hätten viele Menschen dann immer noch nicht genug zum Leben. Von daher stellte sie die Aktualität der Geschichte in Frage.

An Gott zu glauben ist durchaus am Puls der Zeit

Die gleichen Fragen wurden dann – anonym – den Konfis gestellt. Über die Hälfte der Konfis glaube an Gott und sind der Meinung, dass Gott bzw. der Glaube, am Puls der Zeit sei. Ein Drittel der Jugendlichen gab selbstkritisch an, dass sie zu viel an Kleidung, Kosmetik, Spielzeug und Geld hätten. „Ob man am Puls der Zeit ist, orientiert sich immer am eigenen Leben, man soll sich nicht durch die Meinungen anderer beeinflussen lassen“, lautete ein Statement.

Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt

Anschließend stürzten sich die Konfigruppen mit großer Begeisterung auf die 18 Stationsspiele mit abenteuerlichen Namen wie Lake Placid, Regenmacher, laufendes A, Rollstuhlparcour oder Karaoke. Beim Kugellauf ging es darum, dass die Gruppe einen Tischtennisball über eine Strecke von 10 Meter unter Stühle und über Tische und zwischen Leitern rollen lassen musste. Dabei durfte der Ball nicht herunterfallen. Dazu hatte jedes Gruppenmitglied eine Art Miniregenrinne zur Verfügung. Die Heidenröder Konfis um Pfarrerin Ines Flemmig fanden sich sehr schnell als Gruppe zusammen, feuerten sich gegenseitig an und gaben sich Tipps, wie es gelingen könnte. „Volle Punktzahl“, bekamen die 16 Jungen und Mädchen dafür, dass es bereits im dritten Anlauf klappte. An jeder Station gab es Punkte, je nachdem, wie schnell oder gut die Aufgabe erledigt wurde.

Auch Pfarrerin Anette Kassing war sichtlich begeistert. „Die Gruppe ist von Spiel zu Spiel zusammengewachsen. Die haben echt einen tollen Teamgeist und ein super Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt“, freute sich Kassing. Genau das sei das Ziel des Dekanatskonfitages, betont Organisatorin Britta Nicolay. Die noch jungen Konfigruppen haben ein gemeinsames Erlebnis, „das ist gut für die Gruppendynamik.“ Zudem gehe es darum, dass die Konfis merken, dass christliche Gemeinschaft mehr sei als nur ihre Gruppe. Nämlich, dass sie viele seien, mit ähnlichen Fragen und Themen. „Das merken sie schnell an so einem Tag“, weiß Nicolay aus Erfahrung.

Neben den Gruppenbetreuerinnen aus den Gemeinden und Hauptamtlichen Mitarbeitenden engagierten sich über 30 jugendliche Teamer auf dem Großevent, leiteten eine der 18 Spielstationen, sorgten für Verpflegung, den richtigen Ton und das richtige Licht oder waren in der Organisation der Abläufe mit eingebunden.

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