Dekanat Rheingau-Taunus

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Dr. Julia Mack-Heil

Rheinaufwärts vom Badischen in den Rheingau

(c) Dekanat Mack-HeilPfarrerin Dr. Julia Mack-HeilPfarrerin Dr. Julia Mack-Heil

Sie sei eigentlich nur Rheinaufwärts gezogen, um ihre neue Pfarrstelle anzutreten, sagt Pfarrerin Dr. Julia Mack-Heil lächelnd. Seit dem 1. November versieht die Theo-login eine halbe Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Rüdesheim.

Zuvor war die 40-jährige im Badischen tätig. Erst kürzlich wurde sie in Kirchengemeinde Königschaffhausen-Leiselheim, direkt am Kaiserstuhl, verabschiedet. Nach langem Pendeln zwischen Kaiserstuhl und Rheingau ist die promovierte Theologin in den Rheingau zu ihrem Mann gezogen. Er besitzt in Stephanshausen ein Pferde-Seminarzentrum, den Birkenhof.

Bereits nach dem Abitur stand für Julia Mack-Heil fest, dass sie Germanistik und Theologie studieren wollte. „Ich will nicht Pfarrerin werden!“, stand damals in ihrer Abizeitung, erinnert sie sich lachend. Aber dann war das Theologiestudium so toll, dass sie das Germanistikstudium gar nicht erst anfing. „Nach und nach ist der Wunsch herangereift, doch Pfarrerin werden zu wollen. Nach einem sehr guten Gemeinde- und Diakoniepraktikum bin ich da hineingewachsen.“

Nach ihrem Studium in Basel und dem Examen in Karlsruhe promovierte sie an der Uni Basel über Menschenbilder in der Mission. Ihr Großvater war Missionar in Indien gewesen und Menschenbilder faszinierten sie seit jeher. Die 40-jährige gehört heute dem Vorstand der Basler Mission an.

Nach ihrem Vikariat in Lörrach übernahm die junge Pfarrerin eine 4000 Mitglieder starke Gemeinde in Breisach am Rhein, alleine. Eine riesige Aufgabe – besonders für eine Berufsanfängerin – Altenheim, Kindergarten, Brennpunkte. „Hier habe ich viel lernen können“, erinnert sie sich. Anschließend wechselte sie für fünf Jahre „aufs Dorf“. Sie mochte das Bodenständige und die hohe kirchliche Verbundenheit in den sechs Dörfern am Kaiserstuhl.

Jetzt freut sich Julia Mack-Heil auf ihre neue Arbeit, dieses Mal im Team mit ihrer Kollegin Christina Roepke-Keidel. Und wieder in einer Weinbauregion. „Eine Weingegend ist immer schön, weil es dort eine besondere Gastfreundschaft gibt“, erklärt sie fröhlich. Es sei schön zu wissen, dass die Landschaft im Rheingau und die Menschen Ähnlichkeiten mit dem Kaiserstuhl aufwiesen: Geprägt vom Weinbau und einer reichen Kultur, von Offenheit und Unverwechselbarkeit, sagte sie gegenüber der „Badischen Zeitung“ zum Abschied.

Der Kontakt zu den verschiedensten Menschen und die Begleitung in den Übergangsphasen, wie Trauung, Bestattung, Taufe „gehört für mich zu den sinnvollsten Tätigkeiten meines Berufes.“ „Da zu sein für Menschen, ihnen Deutungsangebote zu machen und ihnen mit Empathie zu begegnen“, sei wunderbar. „Unsere christliche Botschaft weiterzugeben und zu leben, das ist wunderschön“, begründet sie die Liebe zum Pfarrberuf.

Gottesdienst zu feiern liegt ihr ebenso am Herzen, und ihr ganzes Gesicht strahlt dabei eine Fröhlichkeit aus, dass man ihr das sofort abnimmt. „Ich liebe Gottesdienste, daraus ziehe ich viel Kraft“, betont sie.

Obwohl sie erst gut zwei Wochen da ist, hat man den Eindruck, dass sie bereits angekommen ist.

Ein gutes Korrektiv für den Pfarrberuf ist ihre Ausbildung als Pferde- und Westerntrainerin. Die Kombination Pfarrerin und Pferdetrainerin sei wohl einmalig in Deutschland, gesteht Julia Mack. Beide Berufe seien sich aber sehr ähnlich, berichtet sie. Auch bei den Pferden habe man es viel mit Menschen zu tun, die kommen und jeweils ganz eigene Anliegen und Bedürfnisse hätten. Da ist durchaus auch Seelsorge gefragt. Und: „Bei den Pferden muss ich im Hier und Jetzt sein.“ Bei der Arbeit mit ihnen werde sie schnell ins „Jetzt“ geholt“, sollte sie mit ihren Gedanken woanders sein. Das helfe ihr auch aufzutanken.

In ihrer Freizeit liest sie gerne und geht mit ihren zwei Hunden spazieren oder joggen.

Pfarrerin Dr. Julia Mack-Heil wird in einem Gottesdienst am Sonntag, 13.Januar 2019 um 15 Uhr durch den stellvertretenden Dekan Dr. Jürgen Noack in ihr Amt eingeführt.

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