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«Sea-Watch 4»

Kirchliches Rettungsschiff sticht in See

Sea-Watch.org /flickr.comSeawatch United4RescueDie Sea-Watch 4 powered by United4Rescue auf ihrer finalen Testfahrt.

Das erste überwiegend aus kirchlichen Spenden finanzierte Seenotrettungsschiff ist kurz vor seiner ersten Rettungsmission im Mittelmeer. Aus einer Petition der größten kirchlichen Laienbewegung, dem evangelischen Kirchentag, wird nun gut ein Jahr später Realität. Mit unterstützt hat das Projekt unter anderem das Dekanat Darmstadt-Stadt.

„In unseren Gemeinden und Einrichtungen sind viele Menschen seit Jahren in der Begleitung und Unterstützung geflüchteter Menschen engagiert. Zugleich setzen wir uns für die Rechte und den Schutz geflüchteter Menschen wie auch anderer Menschen in Not und für ein gutes Zusammenleben ein“, sagte die Darmstädter Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse noch im Januar.

 

Erste Fahrt soll Mitte August stattfinden

 

Vor gut sieben Monaten warb das Dekanat für Spenden, damit das erste kirchliche Rettungsschiff zustande kommen kann. Das nun aus kirchlichen Spenden mitfinanzierte Rettungsschiff «Sea-Watch 4» soll voraussichtlich bis Mitte August zu seiner ersten Rettungsmission aufbrechen.

 

Kirchenpräsident Volker Jung hatte zu Untertützung aufgerufen

 

Gemeinden hatten Kollekten für das Projekt gesammelt. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, hatte die Gemeinden und Einrichtungen aufgerufen, das Seenotrettungsbündnis zu unterstützen.

 

Beginn der Mission verzögerte sich wegen Corona

 

Derzeit liegt das Schiff im spanischen Mittelmeerhafen Burriana, wo es in den vergangenen Monaten umgebaut wurde. Wegen der Corona-Pandemie und des Lockdowns in Spanien verzögerte sich der Beginn der ersten Mission, die «Sea-Watch 4» hätte im April auslaufen sollen.

 

«Sea-Watch 4» kann etwa 300 Menschen aufnehmen

 

Vor ihrem Einsatz als Seenotrettungsschiff war die «Sea-Watch 4» ein Forschungsschiff und gehörte dem Land Schleswig-Holstein. Betrieben wurde die «Poseidon» vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Das Schiff wurde 1976 gebaut, ist über 60 Meter lang und 11 Meter breit.  Die «Sea-Watch 4» kann etwa 300 Flüchtlinge an Bord unterbringen. Bei akuten Notfällen können es für kurze Zeit aber auch bis zu 900 sein.

 

Schiff wird unter deutscher Flagge fahren

 

Es wird auf dem Schiff einen Schutzbereich speziell für Frauen und Kinder geben und eine Krankenstation, die zwei Behandlungsplätze umfasst.  Ermöglicht wurde der Kauf durch das zivilgesellschaftliche Bündnis «United4Rescue». Betrieben wird es nun von der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch, die Organisation ist seit der Schiffstaufe im Februar auch die Besitzerin. Das Schiff fährt unter deutscher Flagge.

 


Was ist das Bündnis «United4Rescue»?

Hinter dem Bündnis steht der Verein «Gemeinsam Retten e.V.», der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Sea-Watch gegründet wurde. Die Idee eines kirchlichen Seenotrettungsschiffs im Mittelmeer geht auf den evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 zurück. Im Dezember gründete der Verein das Bündnis «United4Rescue» und rief zu Spenden auf. Im Januar ersteigerte «United4Rescue» das Schiff für 1,3 Millionen Euro, darunter 1,1 Millionen Euro Spendengelder. Den Rest des Geldes gab Sea-Watch dazu.


 

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