Dekanat Rheingau-Taunus

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Einführungen

Kirchenvorstände nehmen Arbeit auf

© EKHN / fundus.ekhn.deEine Kirchenvorstandssitzung in Gemünden, Westerwald.

Im September werden von Rüdesheim über den Untertaunus, Hünstetten, Hohenstein, Aarbergen, bis zum Idsteiner Land nach Glashütten und Bad Camberg in den meisten der 50 Kirchengemeinden des Dekanats Rheingau-Taunus 350 ehrenamtliche Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in ihr Amt eingeführt. Zugleich werden die scheidenden Kirchenvorsteher verabschiedet.

Über die geleistete Arbeit der vergangenen sechs Jahre sagte Dekan Klaus Schmid: „Sie haben Großartiges geleistet und Verantwortung übernommen. Haben sich mit Baumaßnahmen oder Personal, mit Finanzen und Verwaltung auseinandergesetzt, aber vor allem anderen in einer schwierigen Zeit den Weg der Gemeinden bestimmt. In den letzten Monaten mussten die scheidenden Kirchenvorstände Wege finden, wie angesichts der gebotenen Distanz dennoch die Nähe zu den Gemeindegliedern gelebt werden konnte. Das war eine ausgesprochen schwere Aufgabe, die Sie miteinander mit Bravour gemeistert haben.“

Dekan: Wo evangelisch draufsteht, muss Evangelium spürbar sein

Etwa 60 Prozent der ehrenamtlichen Mitglieder des leitenden Gremiums für die Kirchengemeinden bleiben im Amt. Die jüngsten Vorsteher sind 17 Jahre alt, die Ältesten um die 80 Jahre. 63 Prozent sind Frauen. Dekan Schmid betonte: „Es verdient unser aller Respekt, dass Menschen sich bereit erklären, ihre Gemeinden vor Ort zu leiten und sich ehrenamtlich engagieren. Allen, die gewählt wurden, wünsche ich Gottes Segen, Weisheit und Kraft für Ihre Aufgabe. Alle, die nicht gewählt wurden, wünsche ich dass sie trotz mancher Enttäuschung dennoch weiter bereit sind, das Leben ihrer Gemeinden weiter mit zu gestalten.“ Wichtig sei es dort, wo „evangelisch“ draufstehe, müsse auch das Evangelium spürbar ausgehen, so Schmid.

Knapp ein Drittel der Vorstandsmitglieder ist jünger als 44 Jahre. Die neuen Kirchenvorstände übernehmen Verantwortung „in einer Zeit, in der sich vieles in Kirche und Gesellschaft verändern wird“, ist sich der Dekan sicher. Darin bestehe auch eine große Chance zur Neugestaltung. Die Vorstände werden sich mit Fragen beschäftigen: „wie können wir Kirche neu denken?“ Wie können wir Menschen zeitgemäß ansprechen, wie sie in ihren Lebensbezügen begleiten?“ Es gehe darum Wege zu gehen, um Menschen wieder „Lust auf Gemeinde“ zu machen. Auch knapper werdenden Ressourcen spielten eine große Rolle.

Eine Aufgabe der neuen Leitungsgremien sie es zu überlegen,  wie man künftig in den Regionen kooperieren könne. „Die neuen Kirchenvorstände haben die Chance, Weichen für die Zukunft zu stellen ganz im Sinne des Apostels Paulus, der im 1. Thessalonicherbrief (Kapitel 5, Vers 21) schreibt: „Prüfet alles, aber das Gute behaltet.“

Kirchenvorstand in der Evangelischen Kirche

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist der Kirchenvorstand das oberste Leitungsorgan der Kirchengemeinde. Er vertritt diese in geistlichen und rechtlichen Fragen, wählt Pfarrerinnen und Pfarrer, ist gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden für das Gemeindeleben verantwortlich, beschließt den Haushalt und verwaltet die Finanzen. Die Kirchenvorstände entsenden Delegierte in die Dekanatssynode und diese wiederum in die Landessynode, eine Art Kirchenparlament. Somit ist die EKHN sehr basisdemokratisch aufgebaut.

Dekan Klaus Schmid erklärt: „Damit bilden wir in der EKHN eine Leitungsstruktur ab, wie sie uns schon im Neuen Testament überliefert ist. Es ist gut, dass in unserer Kirche die Pfarrer und Pfarrerinnen nicht alleine dastehen, sondern Gemeindeglieder an ihrer Seite haben, die mit ihnen gemeinsam ihre Gemeinden verantwortlich leiten. Auch geistlich. Geistliche Leitung: dazu gehört auch die Beschäftigung mit Personal, Gebäuden, Finanzen und Verwaltung. Sie sind ebenso Teil geistlicher Leitung wie die Beschäftigung mit Gottesdienst und Verkündigung, mit Konfirmandenunterricht, Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit mit Erwachsenen und Familien. Entscheidungen werden auf dem Hintergrund der geistlichen Ausrichtung der Gemeinden getroffen. Bei allem sind die Kirchenvorstände gemeinsam für die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus verantwortlich.“

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