Dekanat Rheingau-Taunus

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Kirchliches Leben in Zeiten von Corona

Gemeinschaft in der Distanz

bbiewEin Bild aus noch gar nicht lange vergangenen Tagen. Gottesdienste wie hier in der Bensheimer Stephanusgemeinde können vorerst nicht mehr stattfinden.

Die Corona-Krise hat das kirchliche Leben in nie dagewesener Weise verändert. Gottesdienste können vorerst nicht mehr gefeiert werden. Veranstaltungen wurden abgesagt. Gemeindegruppen haben ihre regelmäßigen Treffen eingestellt. Das Evangelische Dekanat Bergstraße und seine 44 Kirchengemeinden verfahren jetzt nach der Devise: Wir schaffen Gemeinschaft in der Distanz.

„Als Kirche möchten wir Menschen zusammenzubringen und gerade in diesen Zeiten schützende und anteilnehmende Gemeinschaft herstellen. Doch wir wissen, jetzt gilt es körperlich Abstand zu halten. Stattdessen wollen wir neue Wege gehen, uns gegenseitig zu stärken und aneinander Anteil zu nehmen“, sagt der Bergsträßer Dekan Arno Kreh.

Glockengeläut um 19 Uhr

Nach seinen Angaben haben sich viele Kirchengemeinden dafür entschieden, täglich um 19 Uhr für fünf Minuten die Glocken zu läuten. Während dieser Zeit laden die Gemeinden zum gemeinsamen Gebet ein. Nicht in die Kirche oder ins Gemeindehaus, sondern zu Hause oder dort, wo sich die Menschen gerade befinden. Als Hilfestellung wurden dafür Gebete für Erwachsene und für Kinder formuliert. „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass wir im Gebet miteinander vereint sind und das Virus uns nicht auseinanderbringen kann“, erklärt Präses Dr. Michael Wörner.

Video-Andacht und Youtube

Einige Gemeinden wie die Martin-Luther-Gemeinde in Lampertheim planen Video-Andachten oder Video-Gottesdienste, zu denen über das Internet eingeladen wird.

Die Ev. Kirchengemeinde Einhausen hat einen eigenen Youtubekanal mit geistlichen Angeboten eröffnet. Ab Sonntag, 22. März sowie an den Osterfeiertagen sind dort Videoandachten zu sehen.

Der Pfarrer von Biblis und Nordheim Arne Polzer hat ebenfalls einen Youtube-Kanal eingerichtet. Er läuft unter dem Titel „Einfachglauben“ und enthält sowohl geistliche Impulse  als auch Lieder, wie die Kita-Kinder mit ihm zu singen gewohnt sind. Die Gemeinde Gronau/Zell  hat auf ihrer Homepage die Seite "Kirche zu Hause" erstellt, mit der sie die Gemeindemitglieder in der Passions- und Osterzeit begleiten möchte.  Es handelt sich dabei um einen Osterkalender, der jeden Tag aufmunternde Sätze  und an Sonn- und Feiertagen Andachten in die ‚Kirche zu Hause‘ bringt. Die Kirchengemeinde Fürth hat Anregungen herausgegeben, wie Familien mit ihren Kindern zu Hause die Passions- und Osterzeit sinnlich erleben können.

Gottesdienst zu Hause mitfeiern

In der evangelischen Kirche Lorsch werden sich ab  kommenden Sonntag (22. März) die Pfarrer Renatus Keller und Pfarrer Thomas Blöcher abwechselnd einschließen und einen 20minütigen Gottesdienst feiern, zu dem sich alle  Gemeindeglieder und darüber hinaus in den eigenen vier Wänden eingeladen sehen können. Die Angaben zu den biblischen Psalm- und Evangeliums-Lesungen, auch die passenden Lieder aus dem Gesangbuch der jeweiligen Sonntage, werden über die Presse, die Homepage der Gemeinde und die Aushänge in den Schaukästen und Auslagen in der Kirche bekannt gegeben. So könne jeder und jede den Gottesdienst anhand dieser Angebote mitfeiern, teilte die Gemeinde mit.

Einige Gemeinden wie Fürth oder Gronau/Zell engagieren sich zudem in der Nachbarschaftshilfe. Freiwillige bieten einen Einkaufsservice für gefährdete Menschen an, die ihr Haus nicht verlassen können oder sollen.

Gemeinsam die schwierige Zeit durchstehen

„Wir wollen neue Wege erproben und schauen, was sich in den nächsten Wochen und Monaten als geeignet herausstellen wird. Das Wichtigste bleibt aber der seelsorgerliche Kontakt zu den Gemeindemitgliedern“, betont Dekan Kreh. Persönliche Besuche seien zwar nur in Ausnahmefällen möglich, doch Gespräche könnten auch telefonisch geführt werden. Dafür würden sich die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Zeit nehmen, die notwendig sei. Dies gelte insbesondere gegenüber Menschen, die keinen Internetanschluss haben. Auch Briefe und Karten dürften in nächster Zeit häufiger als bisher geschrieben werden. „Die Botschaft, die wir aussenden möchten, heißt schlicht und einfach: wir müssen Distanz wahren, aber über alle Entfernung hinweg sind wir miteinander verbunden und stehen gemeinsam diese schwierige Zeit durch“, so Dekan Arno Kreh.

Das Evangelische Dekanat Bergstraße informiert fortlaufend über die Corana-Krise, sofern sie das kirchliche Leben betrifft, auf der Dekanatshomepage: https://dekanat-bergstrasse.ekhn.de

 

 

 

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