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Klimastreik

Evangelische Kirche beteiligt sich wieder an weltweiten Klimaprotesten

EKHN/RahnSternmarsch zur Klimademo in Darmstadt am 20. September mit der evangelischen KircheSternmarsch zur Klimademo in Darmstadt am 20. September mit der evangelischen Kirche

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau will sich erneut an dem weltweiten Klimastreik der Fridays-For-Future-Bewegung im Vorfeld des 25. UN-Klimagipfels in Madrid beteiligen. Auch Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Region werden sich am 29.11. beim Klimastreik in Idstein beteiligen.

EKHN/RahnKlimademo von Fridays for Future mit der evangelischen Kirche in DarmstadtKlimademo von Fridays for Future mit der evangelischen Kirche in Darmstadt

Auf Anregung der „Churches for Future“ werden sich Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Rheingau-Taunus-Kreis bei den Protesten im Vorfeld des 25. UN-Klimagipfels „COP25“ engagieren. Pfarrerin Monika Kreutz (Taunusstein), Pfarrer Stefan Rexroth (Aarbergen und Hohenstein), Pfarrerin Elisabeth Heilmann (Hünstetten) und Pfarrerin Heike Beck (Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung) sind in Idstein am 29.11.2019 beim Klimastreik mit einem Infostand beteiligt.

Pfarrerin Monika Kreutz begründet ihre Motivation sich zu beteiligen unter anderem durch ein Zitat von Albert Schweitzer:„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“. Lassen wir anderen Menschen auch ihren Lebensraum, werden wir aktiv, um das größte Aussterben der Geschichte zu verhindern. Wie? Ich vermute jeder von uns weiß wo er oder sie ansetzen kann, um klimafreundlicher zu fahren, zu reisen und zu leben. Schieben wir es nicht mehr vor uns her oder von uns weg auf die andern hin, sondern lassen Sie uns alle gemeinsam aktiv werden um diese wunderbare Schöpfung Gottes im göttlichen Sinn zu „bebauen und zu bewahren."

Die „Fridays-for-Future-Bewegung“ hatte anlässlich des Gipfels in Madrid vom 2. bis 13. Dezember zu einem weiteren weltweiten „Klimastreik“ am 29. November aufgerufen.  

Sorge um die Schöpfung

Zuletzt hatte bereits der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, erklärt, wie wichtig es sei, „die Stimme der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung vor Ort hörbar zu machen“. Nach Worten Jungs ist „die Sorge um eine gute und lebenswerte Welt für die nächsten Generationen eine vordringliche Aufgabe“. Die Bewahrung der Schöpfung sei schon seit Jahrzehnten ein zentrales Thema für die Kirche, so Jung. Aus Sicht des christlichen Glaubens werde die von Gott geschaffene Welt als Gabe verstanden, die den Menschen geschenkt und anvertraut sei. Damit sei der Auftrag verbunden, sorgsam mit ihr umzugehen und sie zu bewahren, erklärte er. Für die evangelische Kirche gehöre zu dem Engagement für den Klimaschutz auch die Frage,  „ob wir selbst schon genug dafür tun, wo wir dies können“, sagte Jung.

Zukunft der von Gott geschaffenen Erde

Nach Angaben von Kathrin Saudhof,  Referentin für Klimaschutz im hessen-nassauischen Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung (Mainz) und Helmut Törner-Roos, Referent für den Kirchlichen Entwicklungsdienst im Zentrum Oekumene (Frankfurt) ist es wichtig, „als Christinnen und Christen hörbar und sichtbar mit dabei zu sein, wenn es darum geht, für Klimagerechtigkeit und für die Zukunft der von Gott geschaffenen Erde einzutreten“.

Jugendgottesdienst zum Klimastreik

Mit einem Jugendgottesdienst wollen Jugendliche aus Hohenstein, Taunusstein und Aarbergen am Samstag, den 30. November auf den Klimawandel hinweisen. Thema des Gottesdienstes ist „Prima Klima? Schöpfung bewahren!“ Am kommenden Samstag (30.11.2019) werden Jugendgruppen aus Strinz-Margarethä, Oberlibbach, Hambach, Panrod und Hennethal um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche Strinz-Margarethä mit Anspielen, Aktionen und Liedern ihre Sicht der Dinge zum Thema machen. Pfarrer Stefan Rexroth hat gemeinsam mit den Jugendlichen den Gottesdienst vorbereitet. Das Einladungsplakat mit der fiebernden Erde hat der 15-jährige Roy Kamierz entworfen. Er findet einen Tag nach den weltweiten Demonstrationen gegen den Klimawandel statt.

 

Andachten unter dem Motto „Prayers for Future“ 

Das Bündnis ‚Churches for Future’, zu dem die EKHN gehört, befürwortet ebenfalls den Aufruf. Erneut hatte auch die „Klima-Allianz“, ein Zusammenschluss von über 120 deutschlandweiten Verbänden und Organisationen, zu dem die EKHN ebenfalls gehört,  dazu aufgerufen, die weltweiten Klimaproteste zu unterstützen. So könnten Andachten unter dem Motto „Prayers for Future“ angeboten werden.

Hintergrund

Hessen-Nassau und die Klimaproteste von Fridays for Future

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ist im Mai 2019 auch dem neuen Netzwerk „Churches for Future“ beigetreten und bekundet damit ihre Solidarität mit den Schülerprotesten „Fridays for Future“. Insgesamt sind aktuell mehr als 16 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen und Organisationen dem Aufruf des ökumenischen Netzwerks „Klimagerechtigkeit“ gefolgt, das die Aktion „Churches for Future“ initiiert hatte. In einem gemeinsam unterzeichneten Schreiben heißt es: „Wir als Kirchen und kirchliche Organisationen zollen den Protestierenden großen Respekt und unterstützen die Anliegen der jungen Generation. Wir bitten daher die Mitglieder unserer Kirchen und kirchlichen Organisationen ihr Engagement für Klimagerechtigkeit sowohl im persönlichen als auch im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben deutlich zu verstärken.“ Die Kirchen sehen sich selbst dabei auch ausgesprochen kritisch und wollen den eigenen Versäumnissen im Klimaschutz verstärkt nachgehen.

#NeustartKlima

#AlleFürsKlima

 

 

 

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