Dekanat Rheingau-Taunus

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Evangelischer Gruß zum Ramadan

Dekan: Glaube und Gebet tragen durch Krisenzeiten

© Clarissa Weber / fundus.ekhn.de

Anlässlich des kürzlich begonnenen Ramadan haben der evangelische Dekan Klaus Schmid und Ökumenepfarrerin Heike Beck Vertretern islamischer Verbände und Gemeinden in der Region in einem gemeinsamen Schreiben Grüße zum Fastenmonat übermittelt.

In dem Schreiben erklärten sie, dass das was Muslime im Fastenmonat Ramadan im Zusammenhang der nicht möglichen Versammlungen in den Moscheen schmerzlich erleben müssen, Christinnen und Christen an Karfreitag und Ostern erfahren mussten.

„Gerade an den Festtagen wie für Sie im Monat Ramadan, an denen Gemeinschaft besonders wichtig ist, gilt es jetzt, die notwendige Distanz zu wahren. Das erfordert von uns allen eine andere Form der sonst gelebten Nähe, bietet jedoch auch die Möglichkeit, neue Wege zu gehen“, heißt es im Brief. Doch es seien „ganz besonders der Glaube und das Gebet, die in Krisenzeiten stärken und die Menschen, die an Gott glauben, durch diese Zeiten hindurchtragen“, so Schmid und Beck.

Der Brief im Wortlaut:

im Namen des Evangelischen Dekanats Rheingau-Taunus übermitteln wir Ihnen unsere herzlichen Grüße und guten Wünsche zu Beginn des Fastenmonats Ramadan, den auch Sie in Ihrer Gemeinde in diesem Jahr unter ganz besonderen Umständen begehen müssen.

Für Sie alle, für uns alle gelten momentan besondere Schutzauflagen, die wir uns so nie vorgestellt haben. Das, was Sie jetzt im Fastenmonat Ramadan im Zusammenhang der nicht möglichen Versammlungen in den Moscheen schmerzlich erleben müssen, erfuhren wir als Christinnen und Christen an Karfreitag und Ostern. Gerade an den Festtagen wie für Sie im Monat Ramadan, an denen Gemeinschaft besonders wichtig ist, gilt es jetzt, die notwendige Distanz zu wahren. Das erfordert von uns allen eine andere Form der sonst gelebten Nähe, bietet jedoch andererseits die Möglichkeit, neue Wege zu gehen.

Auch wenn vieles im Moment nicht möglich ist, haben auch Sie ganz gewiss Konzepte entwickelt, wie Sie in einer guten Weise den Kontakt zu den Glaubensgeschwistern aufrechterhalten und zum gemeinsamen Gebet einladen können. Es sind ja ganz besonders der Glaube und das Gebet, die in Krisenzeiten stärken und die Menschen, die an Gott glauben, durch diese Zeiten hindurchtragen.

Fastenzeiten wie der Ramadan oder im christlichen Glauben die Passionszeit bieten in besonderer Weise die Möglichkeit, einen neuen Blick auf die Welt und das eigene Leben zu werfen. Sie laden dazu ein, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu lernen. Somit sind diese Zeiten in erster Linie kein Verzicht, sondern machen einen großen Reichtum im Leben erfahrbar. Wir wünschen Ihnen, dass die Mitglieder Ihrer Gemeinden das auch unter den jetzigen Bedingungen, wenn die Gläubigen das Fastenbrechen vor allem zu Hause begehen  müssen, statt zusammen zu kommen, spüren können.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen von Herzen eine gesegnete Zeit.

Herzlich verbunden, Ihre

Heike Beck, Pfarrerin für Ökumene                                        Klaus Schmid, Pfarrer und Dekan

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