Regionale Diakonie verabschiedet sich von Ulrike Gürlet

veröffentlicht 25.08.2026 von regionale Diakonie Wiesbaden-Rheingau-Taunus, Dekanat Rheingau-Taunus

Langjährige Leiterin widmet sich neuen Projekten – Marcel Hirsch und Ursula Schuh künftig Leitungsteam der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus

„Es liegt Segen auf den kreativen Projekten, die Sie angestoßen und umgesetzt haben, wie zum Beispiel auf dem Chor ‚All Inklusiv‘, der diesen Gottesdienst musikalisch so schön begleitet hat“, sagte Norbert Feick, Dekan im Rheingau-Taunus, anlässlich des Abschieds von Ulrike Gürlet in der Reformationskirche in Bad Schwalbach. „Dieses erfolgreiche Projekt verkörpert Ihr Arbeitsverständnis: sich begeistern zu lassen, sich zu vernetzen, soziale Verantwortung wahrzunehmen und nachhaltig zu arbeiten, um gute Ideen umzusetzen“, so Feick weiter.   

„In den vielen Jahren ihrer Tätigkeit haben Sie sich mit großem persönlichem Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenslagen eingesetzt – von der Schwangerenberatung über die Arbeit mit psychisch kranken Menschen bis hin zur Leitung der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus", sagt Volker Knöll, Geschäftsführer der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH. Dabei habe Ulrike Gürlet ausgezeichnet, dass sie bei allen Begegnungen stets den individuellen Menschen wahrgenommen habe, so Knöll weiter. Mit dieser Haltung und dem Engagement für niedrigschwellige und ineinandergreifende Angebote habe Gürlet die Regionale Diakonie im Rheingau-Taunus und in Wiesbaden geprägt. Für diese Leistung wurde Ulrike Gürlet bereits 2022 mit dem „Goldenen Kronenkreuz“ ausgezeichnet. 

Ulrike Gürlet leitete seit 2017 die Regionale Diakonie – damals noch das Diakonische Werk – Rheingau-Taunus und übernahm zum 1. Januar 2024 gemeinsam mit Marcel Hirsch zusätzlich die Leitung der Regionalen Diakonie Wiesbaden. Beide Betriebsstätten wurden zum 1. Januar 2025 zusammengeführt: „Diese Aufgabe war herausfordernd, hat mir aber auch sehr viel Spaß gemacht“, so Ulrike Gürlet. „Ich konnte noch einmal Einblicke in neue Arbeitsgebiete und Strukturen erhalten und viele neue Kolleg:innen kennenlernen.“ Nach der erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgabe sei nun ein guter Zeitpunkt, um noch einmal ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen, so die 60-Jährige.

Langjähriges Engagement in der Diakonie

Gürlets Weg in die Diakonie begann nach dem Studium der Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. Zunächst war sie in Einrichtungen Menschen mit geistiger Behinderung tätig, betreute dann psychisch kranke Menschen und nahm 1997 ihre Tätigkeit beim damaligen Diakonischen Werk Mainz-Bingen unter anderem in der allgemeinen Lebens- und Schwangerenberatung auf. Nach dem Wechsel in den Rheingau-Taunus-Kreis arbeitete sie zunächst in unterschiedlichen Bereichen als Sozialarbeiterin, bevor sie die 2007 Bereichsleitung des Psychosozialen Zentrums, 2010 die stellvertretende Leitung und schließlich 2017 die Leitung des Diakonischen Werks Rheingau-Taunus übernahm. Meilensteine ihrer Tätigkeit waren unter anderem die Eröffnung einer weiteren Tagesstätte sowie eines Wohnheims für psychisch kranke Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis, der Neubau der Idsteiner Tafel, die Entwicklung der „Hilfen aus einer Hand“, außerdem wurden Angebote im Bereich Flucht und Migration neu geschaffen. Einen besonderen Schwerpunkt legte Gürlet zudem auf die Entwicklung von inklusiven Projekten und Beratungsangeboten.

Über die Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus

Die Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus ist Teil der Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH. Mit jeder der neun Regionalen Diakonien in Hessen und Rheinland-Pfalz leisten wir aktiv die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche. Dafür setzen sich über 1.500 Mitarbeitende sowie rund 5.000 Ehrenamtliche ein. Unsere Angebote können von jeder Person in Anspruch genommen werden, unabhängig von Nationalität, Religion und sozialem Status. Wir beraten, begleiten und betreuen im Jahr ca. 120.000 Menschen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. 

Die Angebote und Einrichtungen der Regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus gliedern sich in fünf Arbeitsbereiche: Soziale Teilhabe; Wohnungsnotfallhilfe; Beratung; Frauen, Kinder, Jugend- und Familienhilfe sowie Gemeinwesenarbeit. Insgesamt engagieren sich rund 180 hauptamtliche Mitarbeitende und zirka 400 Ehrenamtliche an 21 Standorten in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis für Menschen, die Rat und Hilfe benötigen.