Renate Feick blickt von ihrem neuen Büro in Strinz-Trinitatis über die Hügel des Untertaunus. Im ehemaligen Pfarrhaus sind neue Räume entstanden: Hier sind die Büroräume, der Sekretärinnen, die Gemeindebücherei, Gruppenräume sowie ihr Büro. Für den Neuanfang hat Feick schon Mut bewiesen: Sie hat ihre bisherige Stelle als Gemeindepädagogin in Neckarsteinach sowie ihr Umfeld aufgegeben und ist mit ihrem Ehemann, Dekan Norbert Feick, in den Untertaunus gezogen. Feick hat schon, gemeinsam mit der ehrenamtlichen Vorsitzenden Petra Szameit, Familiegottesdienst gefeiert, ferner sind eine Kinderfreizeit im Herbst sowie Kinderbibeltage konkret in der Planung. Sie bringt etliche Ideen für ihre neue Aufgabe mit und kann sich vieles vorstellen, „aber erst einmal möchte ich zuhören, beobachten und die Menschen kennenlernen.“ So geht die gebürtige Schweizerin derzeit auf viele Veranstaltungen in der Region und besucht nach und nach die elf Ortsausschüsse der Gesamtkirchengemeinde, „um sich bekannt zu machen.“
Vielfältige Berufserfahrungen in Kirche und Diakonie
Die gelernte Sozialpädagogin hat in ihrem Berufsleben viel für Kirche und Diakonie gearbeitet: in Sozial- und Pflegeheimen, in Altenzentren, hat Menschen mit Behinderungen bei der Arbeitssuche sowie Familien beraten und jahrelange Erfahrungen in der Kinder- und Konfirmandenarbeit in Kirchengemeinden gesammelt. Diesen reichen Erfahrungsschatz möchte sie nun in ihrem neuen Umfeld in der Arbeit mit Familien einbringen. Ich komme hier in ein sehr gut vorbereitetes Feld“, sagt Renate Feick zuversichtlich und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihren fünf Kolleginnen und Kollegen im Pfarrdienst und allen anderen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. „Für mich sieht das alles aus wie ein großes Buffet.“ Damit meint sie die unterschiedlichsten und vielfältigen Angebote in der Kirchengemeinde, die jetzt nach und nach entstehen und die Bedarfe der Menschen in der großen Kirchengemeinde berücksichtigen. „Als Kirche bieten wir Veranstaltungen, zu denen alle Menschen kommen können und sich wohl fühlen, Gemeinschaft erleben, Leben geteilt wird, betont sie. Ungeachtet welcher Herkunft, Bildung, „Status“ oder finanziellen Hintergrund die Menschen haben. „Jeder Mensch ist von Gott geliebt, das ist meine feste Gewissheit.“
Man spürt der Pädagogin ab, dass sie sich auf die neue Herausforderung freut: Sich auf neue Situationen einstellen, das hat die Mutter von drei erwachsenen Kindern in ihrem Leben gelernt und geprägt. Zusammen mit ihrer Familie ist sie oft umgezogen, hat alte Zelte abgebrochen und komplett neu angefangen. So auch diesmal. „Es ist ein mutiger Schritt“, gibt sie zu. Auch die neue „MUT-Gemeinde“ gehe neue Wege. „Ich habe den Glauben und den Mut, dass es gut wird. Mit beiden“, sagt Renate Feick zuversichtlich.
Renate Feick wird am 14. Mai um 11:30 Uhr in einem Gottesdienst in der Katharinenkirche in Hünstetten-Beuerbach von Pfarrerin und Vorstandsmitglied des Dekanats Renata Kiworr-Ruppenthal in ihren Dienst eingeführt. Wer möchte, kann sich zusammen mit Pfarrerin Manuela König und Pfarrer Jürgen Schweitzer bereits um 10:30 Uhr an der Evangelischen Kirche in Bechtheim treffen und zum Einführungsgottesdienst wandern.