Dekanatssynode wählt neuen Dekanestellvertreter

veröffentlicht 22.07.2026 von Christian Weise, Dekanat Rheingau-Taunus

Auf der Tagesordnung der Sondersynode des Evangelischen Dekanats Rheingau-Taunus (einer Art Kirchenparlament, jedoch ohne Fraktionen) steht die Wahl eines neuen stellvertretenden Dekans. Für dieses Amt kandidiert Pfarrer Christian Albers aus Bleidenstadt. Die Stelle ist seit dem Ruhestand von Dr. Jürgen Noack im Mai 2025 vakant.

Pröpstin Henriette Crüwell wird die Wahl, die in der Silberbachhalle in Taunusstein-Wehen ab 9 Uhr stattfindet, leiten und moderieren. Der stellvertretende Dekan im Dekanat Rheingau-Taunus hat eine halbe Stelle inne und arbeitet eng mit Dekan Norbert Feick zusammen. Das Dekanat gehört mit seinen knapp 800 km² zu den größten Flächendekanaten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Gemeinsam mit dem Dekan und dem Dekanatssynodalvorstand repräsentiert er die Evangelische Kirche in der Region und in der Öffentlichkeit. 
Zum Evangelischen Dekanat Rheingau‐Taunus gehören sechs Nachbarschaftsräume mit etwa 44.000 Mitgliedern. Das Dekanat steht für die Evangelische Kirche in der Region. Es bietet kirchliche Dienste wie Bildung, Jugendarbeit, Ökumene, Arbeit mit Erwachsenen und Familien, Hospiz- und Klinikseelsorge, Kirchenmusik, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung an. Das Evangelische Dekanat ist nicht nur eine Verwaltungseinheit, sondern vor allem ein Miteinander der Gemeinden. Es umfasst fast alle Kirchengemeinden im Rheingau‐Taunus‐Kreis (bis auf Walluf, Eltville, Erbach, Kiedrich und Lorch) sowie Bad Camberg und Niederselters im Norden.

Wahlen in den Dekanatssynodalvorstand und Zukunft der kirchlichen Gebäude

Neben der Wahl für das stellvertretende Dekaneamt stehen auch Wahlen von zwei Vertreterinnen für den Dekanatssynodalvorstand auf der Tagesordnung. 

Zudem werden die Synodalen über die künftige Kategorisierung von kirchlichen Gebäude beschließen. Das betrifft Gemeindehäuser, Pfarrhäuser sowie die Kirchen im Dekanat. Die Kategorisierung entscheidet über zukünftige Zuschüsse seitens der Landeskirche. Insgesamt müssen hier laut Vorgaben 20 Prozent der zu bezuschussenden Flächen eingespart werden.

Zur Person Christian Albers

Christian Albers wurde 1976 in Mainz geboren. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete dann drei Jahre in Mainz bei einer Bausparkasse. Anschließend studierte er Evangelische Theologie in Mainz, Glasgow und in Göttingen. Sein Vikariat absolvierte er in der Stephanusgemeinde in Gießen. Von 2007 bis 2008 verbrachte Albers sein Spezialpraktikum in New York, im Lutheran Office for World Community am Sitz der Vereinten Nationen, mit dem Schwerpunkt Menschenrechtsarbeit. 

Seine erste Pfarrstelle führte Albers von 2008 bis 2011 nach Hachenburg. Nach seiner Elternzeit trat Christian Albers 2015 eine volle Pfarrstelle in Bleidenstadt und Born an. Christian Albers ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

Die Synode beginnt am Samstag den 22. August um 9 Uhr mit einer Andacht. Anschließend stellt sich der Kandidat vor. Die Synodalen haben im Anschluss daran die Möglichkeit Rückfragen zu stellen. Die Synode tagt in der Silberbachhalle in Taunusstein-Wehen. Die Synode tagt öffentlich.