Abschied von Pfarrerin für Hospizarbeit und Klinikseelsorge in Rüdesheim

veröffentlicht 22.06.2026 von Christian Weise, Dekanat Rheingau-Taunus

Pfarrerin Renata Kiworr-Ruppenthal, Pfarrerin für Hospiz- und Klinikseelsorge wird am kommenden Montag, den 29. Juni um 18:30 Uhr in einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von St. Hildegard Eibingen in Rüdesheim von Dekan Norbert Feick verabschiedet.

Kiworr-Ruppenthal leitete seit Anfang 2021 die Hospizarbeit am St. Josefshospital in Rüdesheim und im Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau. Arbeit dort umfasste nicht nur Seelsorge und ethische Beratung im Krankenhaus, sondern auch den Vorsitz im ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau. Zudem war sie in der Ausbildung von Hospizhelferinnen beteiligt. Die vielgefragte Klinikseelsorgerin wechselt an das Zentrum für Seelsorge der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit Sitz in Friedberg und wird dort unter anderem Konzeptionen für Seelsorge in der EKHN weiterentwickeln.

Vor ihrer Stelle in Rüdesheim arbeitete sie über zehn Jahre in der Klinik- und Notfallseelsorge in Mainz und begleitete Menschen in Extremsituationen. Davor war sie Pfarrerin der Evangelischen Thomasgemeinde in Mainz. Ihre erste Pfarrstelle trat sie im damaligen Dekanat Bad Schwalbach in Kirchengemeinden in Heidenrod an. Kraft für diese herausfordernde Arbeit zieht die 54 jährige aus ihrer Familie und dem sozialen Umfeld. Und aus ihrem Glauben: „Ohne meinen Glauben könnte ich diese extremen Situationen nicht aushalten. Er wird oft gefordert und in Frage gestellt. Trotzdem habe ich die Hoffnung, dass es etwas über den Tod hinaus gibt. Ich glaube, dass solch schreckliches Leid nie der Endpunkt für Menschen ist. Und dass wir im Sinne Jesu viel füreinander tun können, um Leid nicht alleine ertragen zu müssen.“  Ihre Teams geben dabei starken Rückhalt.