Zentraler Diakonie-Gottesdienst zum Thema Flucht: Mit Pfarrerin Heike Beck, Chor "all inclusive", Leitung: Andreas Wollner, Kantor Thomas Wächter Orgel & Klavier
Weltweit sind derzeit so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Über 60 Millionen fliehen wegen Bürgerkriegen, Verfolgung oder Vertreibung aus ihrer Heimat. Jede Sekunde flieht ein Mensch.
Wer flieht, macht sich nur mit dem Notwendigsten auf den Weg. Flucht heißt Überleben in Notunterkünften, in Zeltstädten, auf dem Weg übers Meer. Flucht heißt, nicht zu wissen, was morgen, was übermorgen, was in einem Jahr ist. Es ist der Aufbruch ins Ungewisse, Bangen und Hoffen. Es ist das Ankommen als Fremder in einem unbekannten Land. Auch viele unserer Eltern und Großeltern haben nach dem Zweiten Weltkrieg die Erfahrung von Flucht und Vertreibung gemacht, die Familien bis heute prägt.
All das soll im Gottesdienst zur Sprache kommen. Mitarbeitende der regionalen Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus berichten über die Flüchtlingsarbeit im Rheingau-Taunus-Kreis. Wir hören Geschichten von Menschen, die aktuell als Flüchtlinge bei uns angekommen sind und erinnern uns daran, welches Thema Flucht in unserer deutschen Geschichte spielt. Lebensgeschichten Einzelner, ihre Ängste, ihre Hoffnung, Aufbruch und Ankommen. Die Bibel ist voller Fluchtge-schichten, angefangen bei den Israeliten, die das Land Ägypten verlassen muss-ten. Flucht ist keine gottgewollte Existenz, sondern mahnt uns, Flüchtlinge aufzunehmen und Schutzsuchenden mit Barmherzigkeit zu begegnen.